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Sprachkurse in der Luft



Sprachkurse in der Luft

Die französische Luftfahrtgesellschaft Air France und der Sprachschulenbetreiber Berlitz International kooperieren seit Anfang 2007. Auf bestimmten Langstreckenflügen werden Sprachkurse angeboten. Diese interaktiven audiovisuellen Sprachtrainings (Berlitz nennt sie „Berlitz World Traveller“) geben Passagieren die Möglichkeit, die Grundlagen von 23 verschiedenen Sprachen in vier Kategorien (Zahlen, Datum und Zeit, Vokabeln, Dialog) zu lernen und zu üben. Enthalten sind auch Ausspracheübungen, Selbsttests und Lernspiele. Die Lektionen dauern jeweils zwischen 30 Minuten und einer Stunde.
Sprachkurse in der Luft sind dabei eigentlich nicht neu. Bereits einige Luftlinien haben mit Sprachvermittlern kooperiert, zB Virgin Airlines mit Linguaphone und Univerb, Singapore Airlines mit Berlitz. Die Sprachkurse sind integrierter Bestandteil des Unterhaltungsprogramms an Bord. Air France profitiert also nicht von einer Pionierrolle in diesem Bereich, das Differenzierungspotential ist entsprechend gering.
Dennoch kann man die Kooperation als sinnvoll für alle Beteiligten betrachten, die Sprachschulen, die Fluglinien und nicht zuletzt die Passagiere. Die Sprachschulen bekommen Zugang zu attraktiven, mobilen Zielgruppen, die einen unmittelbaren Bedarf an Sprachkompetenz haben. Auf der anderen Seite erweitern die Airlines ihre Servicepalette um einen Zusatznutzen für die Passagiere. Und die Passagiere schließlich bekommen die kostenlose Möglichkeit, ihre Sprachfertigkeiten während des – sonst vielleicht langweiligen und unproduktiven – Langstreckenflugs zu verbessern.