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Fallbeispiel zum "Trojanischen Pfeil": "Bio-Auwald-Brot" von Ströck


  

Fallbeispiel zum „Trojanischen Pfeil“: „Bio-Auwald-Brot“ von Ströck
 
Die Bäckerei Ströck wurde 1970 in Wien-Donaustadt gegründet. Im Alter von nicht einmal zwanzig Jahren übernahmen die Brüder Gerhard und Robert Ströck im Jahre 1977 die Leitung des Bäckereibetriebes. Damals hatte das Unternehmen 10 Mitarbeiter. Derzeit sind 1050 Mitarbeiter bei diesem traditionellen Unternehmen beschäftigt. Das heutige Filialnetz beinhaltet 54 Geschäfte in der Stadt Wien, fünf am Flughafen Wien/Schwechat und eine Filiale in Gerasdorf in Niederösterreich. Jede einzelne Filiale ist als Kompetenzzentrum der Nahversorgung positioniert, und dort wird den Kunden mittels „Functional Food“ ein einzigartiger Zusatznutzen geboten. Das Ladenkonzept der Bäckerei Ströck wurde nach dem Vorbild der amerikanischen „Delis“ gestaltet. Neben klassischen Bäckereiprodukten werden Milch- und Molkereierzeugnisse, ausgewählte Wurst- und Schinkensorten, italienische Feinkostspezialitäten, vegetarische Erzeugnisse sowie Convenience-Produkte wie zB frisch abgepackte essfertige Salate angeboten.
 
Das Unternehmen Ströck engagiert sich sehr stark in Sozialprojekten. So wird durch den Kauf des „Bio-Adams-Brotes“ die Arbeit der Wiener Krebshilfe unterstützt. Das „Bio-Auwald-Brot“ ist aus der Kooperation von Ströck und dem Nationalpark Donau-Auen sowie der regionalen Bio-Bauern entstanden. Das „Bio-Global-Weckerl“ entstand in Zusammenarbeit mit der Umweltschutzorganisation Global 2000. Bei der „Hollandaktion“, die in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Jugendrotkreuz entstand, wird ein Ferienaufenthalt für benachteiligte Kinder finanziert. Ein gelungenes trojanisches Beispiel ist das Projekt „good food 4 Kids“. Dabei werden von Ernährungswissenschaftlern Workshops zum Thema Ernährung an Wiener Grundschulen abgehalten. Ein weiterer Schwerpunkt im Marketing der Firma bildet das Sportsponsoring.
 
Wie wir bereits erfahren haben, eignet sich der "Code der Peripherie" (näheres dazu im Buch) hervorragend als Bedeutungsträger für Bio-Produkte. „Sie werden unter anderem deshalb gekauft, weil die Käufer sich mit den semantischen Merkmalen dieser Marken umgeben wollen beziehungsweise diese als für sich adäquat betrachten – genau deshalb sind eine klare Gliederung und prägnante Position notwendig.“ (Helene Karmasin).

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